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MordUngeklärt

Der ungelöste Cold Case von Lismore – Der Fall Simone Strobel

Jahr

2005

Ort

Lismore, New South Wales

Land

Australien

Status

Ungeklärt

Opfer

Simone Strobel

AustralienDeutschlandCold-CaseUngelöstBody-Never-Found

Fallbeschreibung

Die 25-jährige Kindergärtnerin Simone Strobel aus Rieden im Landkreis Würzburg bereist im Februar 2005 gemeinsam mit ihrem Freund Tobias Suckfuell, dessen Schwester Katrin und dem gemeinsamen Freund Jens Martin die australische Ostküste. Am 11. Februar 2005 checkt die Gruppe im Lismore Tourist Caravan Park in New South Wales ein. Den Abend verbringen sie im Gollan Hotel, aus dem sie gegen 23:10 Uhr wegen übermäßigen Alkoholkonsums verwiesen werden, bevor sie zum Campingplatz zurückkehren.

Nach einem lautstarken Streit zwischen Simone und Tobias, den Nachbarn auf dem Campingplatz mitbekommen, verlässt Strobel den Wohnwagenpark zu Fuß und wird nie wieder lebend gesehen. Am folgenden Morgen gegen 10 Uhr melden Suckfuell und Martin sie bei der Polizei in Lismore als vermisst und geben an, sie habe das Camp nach dem Streit allein verlassen.

Sechs Tage später, am 17. Februar 2005, entdeckt eine Polizeihundestaffel Strobels nackten Leichnam, bedeckt mit Palmwedeln, auf einem Bocciaplatz des Italian Continental Club – weniger als 100 Meter vom Caravan Park entfernt. Die Todesursache kann bis heute nicht zweifelsfrei geklärt werden: Weder die australische noch die deutsche Rechtsmedizin finden eindeutige Hinweise auf eine Verletzung oder Vergiftung als Todesursache, ein möglicher sexueller Hintergrund der Tat bleibt unbewiesen.

Eine erste Coroner-Untersuchung 2007 kommt zu dem Schluss, dass die Beweislage für eine Anklage nicht ausreicht. Der Fall bleibt jahrelang ungelöst, bis 2022 – nach einer ausgesetzten Belohnung von einer Million australischen Dollar – Tobias Moran (vormals Suckfuell) in Western Australia festgenommen und wegen Mordes sowie Rechtsbeugung angeklagt wird. Im Juni 2023 lässt die Staatsanwaltschaft die Anklage jedoch mangels ausreichender Beweise fallen.

Eine zweite, umfassendere Coroner-Untersuchung tagt im November 2024 und wertet unter anderem neue mtDNA-Analysen eines am Tatort gefundenen Haares aus. Am 6. November 2025 kommt die zuständige State Coronerin zu dem Schluss, dass sich die genaue Todesursache weiterhin nicht feststellen lässt, verweist den Fall aber offiziell an die Cold-Case-Einheit für ungeklärte Tötungsdelikte und empfiehlt eine unabhängige Überprüfung mit Fokus auf ausstehende DNA-Tests. Der Fall Simone Strobel gilt zwanzig Jahre nach der Tat weiterhin als einer der bekanntesten ungelösten Mordfälle an einem deutschen Backpacker im Ausland.

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Quellen

Öffentliche Quellen und weiterführende Links zum Fall

Zuletzt aktualisiert: 06.09.26