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VermisstUngeklärt

Verschwunden im Stadtwald – Der Fall Inka Köntges

Jahr

2000

Ort

Eilenriede, Hannover, Niedersachsen

Land

Deutschland

Status

Ungeklärt

Opfer

Inka Köntges

DeutschlandHannoverNiedersachsenVermisstUngeklärtCold CaseStadtwaldTageslicht

Fallbeschreibung

Inka Köntges wird 1971 in Hamburg geboren und wächst dort auf. Nach ihrem Studium in Oldenburg zieht die 29-jährige Doktorandin nach Hannover — wegen eines neuen Jobs an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Ihren Ehemann Marc Köntges, einen studierten Physiker, hat sie 1996 bei einer Tanzveranstaltung an der Universität Oldenburg kennengelernt. Die Beziehung ist von Höhen und Tiefen geprägt — unterschiedliche Einstellungen zu Glauben und Lebensführung, sie ist überzeugte Baptistin, er nicht religiös. Trotzdem, sagen enge Freunde, sei Marc ihre große Liebe. Im Juni 2000 heiraten die beiden. Sechs Wochen später ist Inka verschwunden.

Am Morgen des 10. August 2000 verlässt Inka Köntges ihre Wohnung mit dem Fahrrad, um zur Arbeit an die MHH zu fahren. Der übliche Weg führt durch die Eilenriede — Hannovers großen innerstädtischen Stadtwald, eine beliebte Erholungsfläche mit dichten Wegen und wenig Einsehbarkeit. Zeugen sehen sie noch im Wald. Dann verliert sich ihre Spur. An der MHH kommt sie nie an. Als sie am Abend nicht nach Hause kommt, alarmiert Marc die Polizei. Weder Inka noch ihr Fahrrad werden jemals gefunden.

Die Kripo Hannover gründet in der Woche nach dem Verschwinden die Ermittlungsgruppe „EG Inka". Die Ermittler sind sich schnell sicher: Inka ist kein freiwilliges Verschwinden. Es gibt keine Hinweise auf eine Flucht, keinen Abschiedsbrief, keine abgehobenen Ersparnisse, keine Kontaktaufnahme mit Familie oder Freunden. Kurz vor ihrem Verschwinden hat sie ihrem Pastor von Albträumen erzählt, die sie plagten — was das zu bedeuten hat, bleibt unklar. Marc Köntges lobt eine Belohnung von 20.000 Mark aus — zieht sie später aus persönlichen Gründen wieder zurück, was Spekulationen auslöst. Wochen nach dem Verschwinden finden Nachbarn Hochzeitsfotos des Paares im Müll. Auch das bleibt ohne Erklärung. Marc wird mehrfach vernommen. Ein konkreter Tatverdacht gegen ihn besteht nie.

Zwei Jahre lang ermittelt die Staatsanwaltschaft, am 13. Juni 2002 wird das Verfahren eingestellt. 2015 bringt eine NDR-Recherche den Fall zurück in die Öffentlichkeit — der Sender widmet ihm mehrere Folgen des Podcasts „Täter unbekannt". Erneute Ermittlungen folgen, erneut ohne Ergebnis. 2026 ist Inka Köntges noch immer offiziell als vermisst geführt. Keine Leiche, kein Tatort, kein Täter, kein Motiv. Der Fall gilt als einer der rätselhaftesten deutschen Cold Cases — und als warnendes Beispiel dafür, wie ein Mensch mitten in einer Stadt, bei Tageslicht, auf dem Weg zur Arbeit spurlos verschwinden kann.

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Quellen

Öffentliche Quellen und weiterführende Links zum Fall

Zuletzt aktualisiert: 03.09.26